Excel raus, Power Query rein: E-Commerce-Reporting automatisieren
Wer Reportings noch per Copy & Paste zusammenbaut, verliert Zeit und riskiert Fehler. Power Query macht aus wiederkehrenden Auswertungen einen Knopfdruck – ganz ohne neue Software.
Power Query steckt bereits in Excel (und in Power BI). Es ist ein vollwertiges Werkzeug zum Abrufen, Bereinigen und Zusammenführen von Daten. Der entscheidende Unterschied zur klassischen Tabelle: Du baust die Auswertung einmal, danach genügt ein Klick auf „Aktualisieren", um sie mit neuen Daten zu wiederholen.
Das Grundprinzip: einmal bauen, immer aktualisieren
In Excel findest du Power Query unter Daten → Daten abrufen und transformieren. Du verbindest eine Quelle, und jeder Bearbeitungsschritt – Spalte entfernen, Datentyp ändern, filtern, gruppieren – wird als wiederholbarer Schritt aufgezeichnet. Beim nächsten Export laufen alle Schritte automatisch erneut. Keine Formel-Wüste, kein händisches Nachbauen, keine vergessenen Zwischenschritte.
Typische Datenquellen im E-Commerce
Gerade im Handel liegen die relevanten Zahlen über viele Systeme verstreut. Power Query bringt sie an einer Stelle zusammen:
- JTL-Datenbank (per SQL) oder klassische JTL-Exporte als CSV/Excel
- Bestell- und Umsatzdaten aus dem Shop
- Marktplatz-Reports von Amazon, eBay oder Kaufland
- Daten von Versanddienstleistern und Zahlungsanbietern
Ein Reporting in vier Schritten
- 1. Quellen verbinden: jede Datenquelle einzeln als Abfrage anbinden.
- 2. Bereinigen & transformieren: überflüssige Spalten entfernen, Datentypen korrigieren, filtern, Werte vereinheitlichen.
- 3. Zusammenführen: Abfragen per Merge (nebeneinander) oder Append (untereinander) zu einer Auswertungsbasis verbinden.
- 4. Kennzahlen & Aktualisieren: aus der Basis Pivot-Tabellen und Kennzahlen bauen – ab jetzt liefert ein Klick das fertige Reporting.
Wann du über Power Query hinausgehen solltest
Für kleine bis mittlere Datenmengen und ein bis wenige Nutzer ist Power Query ideal. Wenn die Datenmengen stark wachsen, mehrere Personen gleichzeitig auswerten oder du Live-Dashboards brauchst, lohnt der nächste Schritt: direkte SQL-Abfragen auf die JTL-Datenbank und ein BI-Werkzeug wie Power BI. Das schöne daran – die in Power Query erarbeitete Logik lässt sich dorthin meist sauber übernehmen.
Fazit
Das erste automatisierte Reporting fühlt sich fast wie Zauberei an: Export ablegen, aktualisieren, fertig. Einmal sauber gebaut, spart es jede Woche aufs Neue Zeit – und liefert Zahlen, denen man vertrauen kann, weil sie immer auf demselben, nachvollziehbaren Weg entstehen.
Reporting auf Knopfdruck?
Wenn deine Auswertungen noch Handarbeit sind, baue ich sie mit dir zu einem wartbaren, automatisierten Prozess um.
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