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Bedarfsplanung26. April 2026· 5 Min. Lesezeit

Sicherheitsbestand richtig berechnen

Zu viel Sicherheitsbestand bindet Kapital, zu wenig führt zu Fehlmengen. Die richtige Höhe ist kein Bauchwert, sondern ergibt sich aus Lieferzeit, Nachfrageschwankung und gewünschtem Servicegrad.

Der Sicherheitsbestand ist der Puffer für den Fall, dass die Nachfrage höher oder die Lieferung später kommt als erwartet. Seine richtige Höhe ist eine Rechenfrage, keine Glaubensfrage.

Die drei Stellschrauben

Drei Faktoren bestimmen den Sicherheitsbestand: die Wiederbeschaffungszeit, die Schwankung der Nachfrage und der angestrebte Servicegrad. Je länger die Lieferzeit und je unsteter die Nachfrage, desto höher der nötige Puffer.

Servicegrad bewusst wählen

Ein Servicegrad von 99 Prozent klingt gut, kostet aber überproportional viel Bestand. Für B- und C-Artikel ist oft ein niedrigerer Servicegrad wirtschaftlicher. Diese Differenzierung spart spürbar Kapital.

Fazit

Sicherheitsbestand ist berechenbar – aus Lieferzeit, Nachfrageschwankung und Servicegrad. Wer ihn artikelabhängig statt pauschal setzt, senkt die Kapitalbindung, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden.

  • Sicherheitsbestand
  • Bedarfsplanung
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